Wie gut kennen Sie Ihr Produkt?

Mit Hilfe der Ökobilanz erhalten Sie eine der umfangreichsten Produktanalysen die es gibt. Vom Energieverbrauch während der Produktion, bis zum Energie- und Ressourceneinsatz für die Vorprodukte können wir Ihnen zeigen in welchen Phasen der Verbrauch besonders hoch ist.

Den Produktionsprozess im Blick

Für die Erstellung der Ökobilanz analysieren wir jeden einzelnen Produktionsschritt. Über die Anlieferung der Vorprodukte und Rohstoffe, bis zur Auslieferung und Entsorgung. Mit der Ökobilanz lernen Sie nicht nur die ökologischen, sondern auch die wirtschaftlichen Optimierungspotenziale in Ihrem Produktionsprozess kennen.

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Umweltkennzahlen in Ökobilanzierungen und EPDs

Im Rahmen der Erstellung von EPDs und Ökobilanzierungen werden in der Regel folgende Umweltkennzahlen aufgeführt:

Das Versauerungspotenzial von Stoffen stellt die Summe aller Gase aus dem Herstellungsprozess dar und wird in Schwefeldioxid (SO₂)-Äquivalenten angegeben. Diese stellen dar, welche Fähigkeit bestimmte Stoffe besitzen, H+-Ionen zu bilden und diese abzugeben. Versauernd wirkende Emissionen sind z.B. Schwefeldioxid (SO₂), Stickoxide (NOₓ) und Schwefelwasserstoff (H₂S).

Unter Versauerung versteht man die Erhöhung der Konzentration von H+-Ionen in Luft, Wasser und Boden. Die von Menschen verursachten Emissionen (überwiegend Luftschadstoffe) enthalten Schwefel- und Stickstoffverbindungen, die in der Luft zu Schwefel- bzw. Salpetersäure reagieren und als „Saurer Regen“ zur Erde fallen. Dies schädigt Boden, Gewässer, Lebewesen und Gebäude. „Saurer Regen“ führt zum Waldsterben, beispielsweise durch die Auswaschung von Nährstoffen und der verstärkten Löslichkeit von Metallen im Boden und stört den Wasserhaushalt. Jedoch auch bei Bauwerken und Baustoffen können Schäden entstehen. Es kommt z.B. verstärkt zur Korrosion von Metallen und Natursteinen, d.h. diese zersetzen sich schneller. Wie alle Emissionen in die Luft, stellt die Versauerung ist ein globales Problem dar. Im Gegensatz zum Treibhauspotential fallen die Effekte aber regional sehr unterschiedlich aus und wirken überwiegend in der Nähe von Siedlungs- und Industriegebieten.

Relevanz bei Baustoffen

Bei einer Vielzahl von Herstellungsprozessen werden versauernd wirkende Gase produziert und entweichen in die Atmosphäre. Vor allem die Herstellung von Kunststoffen (Polymeren) und die Aluminiumproduktion tragen zu einem hohen Versauerungspotenzial bei.

Bereits bei Bauwerksplanung sollten die Flächen- und jahresbezogenen SO2-Äq. über den Lebenszyklus für die verwendeten Baustoffe, die Konstruktion und den Betrieb des Gebäudes ermittelt und minimiert werden.

Dieser Wert beschreibt die Reduktion des globalen Bestandes an nicht erneuerbaren Rohstoffen (Metalle, Mineralien, Stein, Kies, Erde etc.). Unter nicht erneuerbar wird ein Zeitraum von mindestens 500 Jahren definiert.
Der elementar abiotische Ressourcenverbrauch stellt das Potenzial für den abiotischen Abbau nicht fossiler Ressourcen dar und wird in Sb-Äquivalenten dargestellt. Sb bezeichnet dabei das Element Antimon (Stibium).

Relevanz bei Baustoffen

Vor allem die Abfallbehandlung am Ende des Lebenszyklus trägt zu einem hohen ADPE-Wert bei. Lange Lebensdauer, Recycling, Wiederverwendung und Nutzung nachwachsender Rohstoffe reduzieren den abiotischen Ressourcenverbrauch.

Der fossile abiotische Ressourcenverbrauch stellt das Potenzial für den abiotischen Abbau fossiler Brennstoffen dar. Die Maßeinheit von ADPF ist MJ, angegeben wird der spezifische/untere Heizwert.

Relevanz bei Baustoffen

Vor allem die Abfallbehandlung die Herstellung von Vorprodukten bei der Baustoffherstellung und Transporte erhöhen das Potenzial für den abiotischen Abbau fossiler Brennstoffe.

Als Eutrophierungspotenzial wird der Beitrag von Substanzen zur Eutrophierung (Nährstoffeintrag, Überdüngung) von Gewässer und Böden verstanden. Es wird durch das sogenannte Phosphat-Äquivalent (PO4-Äq.) ausgedrückt. Dieses gibt an, welchen Anteil ein Stoff im Vergleich zu Phosphat zur Überdüngung beiträgt.

Relevanz bei Baustoffen

Zur Überdüngung tragen vor allem Phosphor- und Stickstoffverbindungen bei. Diese gelangen u.a.. bei der Herstellung von Bauprodukten (Kunststoffe, Metalle) vor allem aber infolge von Auswaschungen der Verbrennungsemissionen in die Umwelt.
Bereits bei Bauwerksplanung sollten die Flächen- und jahresbezogenen PO4-Äq. über den Lebenszyklus für die verwendeten Baustoffe, die Konstruktion und den Betrieb des Gebäudes ermittelt und minimiert werden.

Als Treibhauspotenzial (Global Warming Potential – GWP) wird der potenzielle Beitrag eines klimawirksamen Spurengases (z.B. Kohlendioxid, Methan, FCKW, Distickstoffoxid) zum Treibhauseffekt, d.h. zur Erwärmung der bodennahen Luftschichten, verstanden. Vereinfacht gesagt erfasst es also diejenigen Substanzen, die zu einer Erwärmung des Klimas führen können.

Der Beitrag wird hierbei nicht als Absolutgröße, sondern relativ zu dem Treibhauspotenzial des Stoffes CO₂ (Kohlendioxid), dargestellt. Der GWP-Wert von CO2 = 1 und jeder in Frage kommende Stoff wird auf diese Äquivalenzmenge (kg) CO2 umgerechnet. Dabei wird üblicherweise ein Zeithorizont von 100 Jahren betrachtet (GWP100). Das CO₂-Äquivalent von Methan beträgt beispielsweise 21, das heißt dass ein Kilogramm Methan 21-mal stärker zum Treibhauseffekt beiträgt als ein Kilogramm Kohlendioxid.

Das Treibhauspotenzial von Gütern kann auch negativ sein. Das ist dann der Fall, wenn das Produkt Kohlenstoff, und damit CO2 bindet. Das trifft auf viele nachwachsende Rohstoffe (Holz, Hanf, etc.) zu. Während des Wachstums nehmen Pflanzen CO2 auf und speichern diesen in Form von Kohlenstoff(verbindungen). Sie fungieren also als „CO2-Senke“. Bis zu ihrer Verbrennung oder ihrer Verrottung bleibt dadurch das zuvor aufgenommene CO2 gespeichert und emittiert dann wieder in die Atmosphäre – und schließt damit den Kreislauf.

Relevanz bei Baustoffen

Bei einer Vielzahl von Herstellungsprozessen werden „Treibhausgase“ wie CO2, Methan (CH4) und andere produziert. Eine Optimierung der Herstellungsprozesse hin zu einer emissionsarmen Produktion und die Verwendung alternativer Ressourcen mit geringerem Treibhauspotenzial können zu einem nachhaltigeren Umgang mit Baustoffen führen.

Die größten Lenkungsmöglichkeiten für die Reduzierung des Treibhauspotenzials bestehen in den Phasen der Projektentwicklung und Planung. Lange Lebensdauer, Recycling, Wiederverwendung und vor allem die Nutzung nachwachsender Rohstoffe reduzieren das Treibhauspotenzial zum Teil beträchtlich.

Die Ozonschicht in der Stratosphäre (15 – 50 km Höhe) entsteht, wenn kurzwellige UV-Sonnenstrahlen auf Sauerstoff-Moleküle treffen. Ozon nimmt diese kurzwellige UV-Strahlung auf und gibt sie mit größerer Wellenlänge in alle Richtungen wieder ab, sodass nur ein Teil der gefährlichen Strahlung auf die Erde trifft. Die Ozonschicht erfüllt daher für uns eine lebenswichtige Filterfunktion.

Vom Menschen verursachte Emissionen führen jedoch zum Abbau der Ozonschicht. Berichte über das Ozonloch über dem Gebiet der Antarktis machten dieses Phänomen erstmals deutlich. Zwischenzeitlich ist der Abbau der Ozonschicht auch über den mittleren Breiten (z.B. über Europa) zu beobachten.

Ozonabbau hat einerseits eine Erwärmung der Erdoberfläche zur Folge. Zum anderen reagieren Menschen, Tiere und Pflanzen besonders empfindlich gegenüber UV-B und UV-A Strahlung. Wuchsveränderungen, verminderte Ernteerträge (Störung der Photosynthese) aber auch Hautkrebs und Augenerkrankungen können die Folge sein. Der Ozonabbau führt weiterhin zur Verminderung von Meeresplankton, wodurch folgenschwere Auswirkungen auf die Nahrungskette entstehen können. Für den Abbau von Ozon sind im Wesentlichen zwei Stoffgruppen verantwortlich: Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKWs) und Stickoxide (NOX).

Das Ozonabbaupotenzial eines Stoffes ergibt sich aus seinem ODP-Wert (engl. Ozone Depletion Potential. Als Referenzstoff dient hierbei das FCKW-Kältemittel Trichlorfluormethan, welches auch als R 11 bezeichnet wird. Es gilt: ODP (R 11) = 1. Das berechnete Ozonabbaupotential schädigender Stoffe wird also in R 11-Äquivalenten angegeben.

Relevanz bei Baustoffen

Bei einer Vielzahl von Herstellungsprozessen entweichen Ozon schädigende Gase in die Atmosphäre. Vor allem die Herstellung von Kunststoffen (Polymeren)  trägt zu einem hohen Ozonabbaupotenzial bei.

Bereits bei Bauwerksplanung sollten die Flächen- und jahresbezogenen ODP-Werte über den Lebenszyklus für die verwendeten Baustoffe, die Konstruktion und den Betrieb des Gebäudes ermittelt und minimiert werden.

Primärenergieträger sind natürlich vorkommende Energieträger, die noch keiner technischen Umwandlung unterworfen wurden. Dabei wird zwischen nicht erneuerbaren Primärenergieträgern (Primary Energy Non-REnewable, PENRE) und erneuerbaren Primärenergieträgern (Primary Energy REnewable, PERE) unterschieden.

Primärenergiebedarf nicht erneuerbar (PENRE)

Mit der Messgröße Primärenergiebedarf nicht erneuerbar wird angegeben wie hoch das Maß für den Verbrauch von fossilen Energieträgern (Erdöl, Erdgas, Steinkohle, Braunkohle sowie Uran) ist und somit zur Verknappung dieser beiträgt.

Primärenergiebedarf erneuerbar (PERE)

Die Messgröße Primärenergiebedarf erneuerbar dient als Maß für die Nutzung erneuerbarer Energien (Windkraft, Wasserkraft, Biomasse, Solarenergie, Erdwärme).

Relevanz bei Baustoffen

Bei allen Herstellungsprozessen wird Energie benötigt.

Eine Optimierung der Herstellungsprozesse hin zu einer energieeffizienten und energiearmen Produktion und die Verwendung regenerativer Energiequellen können zu einem nachhaltigeren Umgang mit Baustoffen führen.

Die größten Lenkungsmöglichkeiten für die Reduzierung des Primärenergiebedarfs bestehen in den Phasen der Projektentwicklung und Planung durch eine adäquate Baustoffauswahl.

Das Ozonbildungspotenzial  gibt an, in wie weit schädliche Spurengase (z.B. Stickoxide und Kohlenwasserstoffe) in Verbindung mit UV-Strahlung zur Bildung von bodennahem ( troposphärischem) Ozon beitragen.

Die Bildung von bodennahem Ozon (Troposphäre) erfolgt unter dem Einfluss von Sonnenstrahlung durch photochemische Reaktionen von Stickoxiden mit Kohlenwasserstoff und flüchtigen organischen Stoffen. Während Ozon in der Stratosphäre eine Schutzfunktion hat, ist bodennahes Ozon ein hoch reaktives, schädliches Spurengas. Es gibt Hinweise darauf, dass dieses Vegetation und Materialien schädigt. Höhere Konzentrationen von Ozon (Sommersmog) sind für Menschen giftig und greifen die Atmungsorgane an. Hohe Ozonkonzentrationen treten bei hohen Temperaturen, geringer Luftfeuchtigkeit, wenig Wind sowie hohen Kohlenwasserstoffkonzentrationen auf. Ausgedrückt wird die Photochemische Oxidationsbildung durch das sogenannte Ethen-Äquivalent (C2H4-Äq.)

Relevanz bei Baustoffen

Bei einer Vielzahl von Herstellungsprozessen entweichen Ozon schädigende Gase in die Atmosphäre. Vor allem die Herstellung von Kunststoffen (Polymeren) trägt zu einem hohen Ozonabbaupotenzial bei.

Bereits bei Bauwerksplanung sollten die Flächen- und jahresbezogenen ODP-Werte über den Lebenszyklus für die verwendeten Baustoffe, die Konstruktion und den Betrieb des Gebäudes ermittelt und minimiert werden.

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